Kinesiotaping

In den 1980er Jahren erreichte diese von dem japanischen Arzt und Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelte spezielle Art des funktionellen Tapens auch die westliche Medizin und ist jetzt weltweit aus dem Spitzen- und Breitensport, sowie der Orthopädie und Physiotherapie nicht mehr wegzudenken. Eine Vielzahl von Verletzungen und Überlastungserscheinungen des Bewegungsapparates kann mit dieser speziellen Technik unterstützend behandelt werden.

Beim Kinesiotaping handelt es sich um ein besonderes Verfahren des Pflasterzügelverbandes, bei dem ein flexibles Tape aus 100%iger Baumwolle, das in Dicke und Dehnfähigkeit der menschlichen Haut ähnelt, angelegt wird. Es ist wasser- und luftdurchlässig, daher ist sportliche Aktivität und auch Duschen bei angelegtem Tape problemlos möglich. Aufgrund der guten Hautverträglichkeit des aufgebrachten Acrylklebers kann das Tape für Wochen auf der Haut verbleiben, sollte aber alle 5-7 Tage gewechselt werden, da dann die Klebeeigenschaften in der Regel nachlassen. Hautirritationen sind sehr selten, das Tape kann dann problemlos entfernt werden.
Je nach Anlagetechnik werden dem Tape unterschiedliche Wirkungsweisen zugesprochen. In der Regel soll durch das Tape die Haut und das Gewebe angehoben und damit der Lymphabfluss und die Durchblutung verbessert werden. Zudem komme es zur Aktivierung von Mechanorezeptoren, wodurch Schmerzen gelindert und die Muskelspannung beeinflusst werden sollen. Kinesiotapes enthalten keinerlei medizinischen Wirkstoffe, die Wirkung entfaltet sich rein mechanisch im Rahmen der physiologischen Bewegung.